Peniskrümmung

(Induratio Penis Plastica, IPP)

Überblick

Die Krümmung des Penis ist ein körperlicher Zustand, der Auswirkungen auf das Beziehungs- und Sexualleben eines Mannes hat.

Wenn Männern auffällt, dass sich ihr Penis in eine bestimmte Richtung neigt, Schmerzen auftreten, Knoten tastbar sind und eine Erektile Dysfunktion (ED) vorliegt, sollten sie möglichst bald einen Urologen/Andrologen aufsuchen. Es könnte sich hierbei um eine Penisverkrümmung handeln.

Angeborene Peniskrümmung

Die angeborene Peniskrümmung wird als angeborener Prozess definiert, wobei sich eine Krümmung des erigierten Penis manifestiert. Dies kann beim Kleinkind durchaus unbemerkt bleiben und erst erkannt werden, wenn der Penis im erigierten Zustand deformiert ist.

Typischerweise haben Patienten mit einer angeborenen Penisverkrümmung keine greifbare Narbe, keinen Schmerz, kein traumatisches Ereignis, das der Deformierung vorausging, und selten eine damit verbundene Vertiefung, keine Verkürzung des Schafts oder andere Deformitäten des Penis.

Erworbene Peniskrümmung

Bei IPP handelt es sich um ein Problem des Penis, welches durch kleinste Einblutungen zwischen den Schichten entsteht, zu Entzündungen führen kann und in der Folge Narbengewebe, das Plaque, verursacht. Dies kann bewirken, dass der Penis eher gekrümmt als gerade ist. Viele der Betroffenen können noch weiterhin Sex haben. Aber für manche kann die Erkankung schmerzhaft sein und bei manchen Patienten Erektionsstörungen verursachen.

Behandlung

Heutzutage gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten und es muss nicht sofort operiert werden. Wichtig ist, wie so oft, dass die Krankheit in einem möglichst frühen Stadium erkannt und bereits behandelt wird.

Genitalrekonstruktion

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Verschiedenste Umstände können eine Genitalrekonstruktion erforderlich machen. Das fängt bei speziellen angeborenen Fehlbildungen bei Kleinkindern an und geht hin bis zur Korrektur misslungener Penisoperationen.

Bei der Genitalrekonstruktion ist neben einem guten funktionellen Ergebnis auch ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild von sehr großer Bedeutung. Oftmals haben Patienten einen langen Leidensweg hinter sich und nur noch wenig Hoffnung auf Besserung bzw. Vertrauen in die Medizin. Aus diesem Grund ist es uns umso wichtiger, den Patienten detailliert und realistisch über die unterschiedlichen Behandlungsverfahren und deren Erfolgsaussichten aufzuklären.

Die exakte Beurteilung Ihres Anliegens ist nur in einem persönlichen Gespräch möglich. Dazu können Sie jederzeit einen Beratungstermin bei uns vereinbaren.

Hypospadie (Anomalie der männlichen Harnröhre)

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Hypospadien sind angeborene Entwicklungsstörungen des Penis und der Harnröhre eines Jungen. Man spricht dann von Hypospadien, wenn sich die Mündung der Harnröhre nicht in der normalen Position am oberen Ende des Penis, sondern darunter, im Bereich des Penisschaftes, des Hodensacks oder ganz selten auch im Bereich des Dammes, befindet. Zusätzlich ist oft die Vorhaut an der Vorderseite gespalten und liegt der Eichel als Vorhautschürze auf. Der Grad der Penisschaftverkrümmung bestimmt den Schweregrad der Fehlbildung und auch die damit folgenden Behandlungsmethoden.

Ursachen

Hyspospadien betreffen etwa jeden 300. Jungen. Die genaue Ursache des Problems ist in den meisten Fällen nicht bekannt, aber

  • sie kommen familiär gehäuft vor,
  • Frühgeborene sind häufiger betroffen,
  • Kindern mit multiplen angeborenen Problemen neigen eher dazu.

Behandlung

Die Hypospadie wird in einem oder mehreren Operationsschritten korrigiert. Dies hängt vom Schweregrad der Entwicklungsstörung ab. Ziele der Operation sind die Aufrichtung des Penisschaftes, die Rekonstruktion der Harnröhre und die Positionierung der Harnröhrenöffnung auf der Eichel.

Penisbruch

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Obwohl selten, kann es zu einem Bruch des Penis kommen, wenn ein erigierter Penis traumatisiert wird.

Ursachen

Während einer Erektion wird der Penis mit Blut gefüllt. Wenn ein angeschlagener Penis plötzlich oder kräftig gebogen wird, kann das Trauma den Harnröhrenschwellkörper des Penis (Corpus cavernosus) reißen, der für Erektionen verantwortlich ist – was zu einem Penisbruch führt. Das Trauma tritt meistens nach einer versehentlichen Verletzung während des Geschlechtsverkehrs auf, kann jedoch auch bei anderer Gelegenheit vorfallen, bei der die Spitze eines erigierten Penis gewaltsam gebogen wird.

Symptome

Eine Penisfraktur ist eine schmerzhafte Verletzung. Anzeichen können ein knackendes Geräusch, ein sofortiger Verlust der Erektion oder die Entwicklung dunkler Quetschungen des Penis aufgrund des aus dem Zylinder austretenden Blutes sein. Manchmal ist auch die Harnröhre beschädigt und an der Harnöffnung des Penis kann Blut sichtbar sein.

Behandlung

Eine Penisfraktur erfordert dringend ärztliche Hilfe. Die Verletzung kann in der Regel mit einer körperlichen Untersuchung diagnostiziert werden. Grundsätzlich wird dann eine sofortige chirurgische Reparatur empfohlen.

Unbehandelt kann eine Penisfraktur zu einer Deformierung des Penis führen oder die dauerhafte Unfähigkeit bewirken, eine Erektion zu bekommen, die Sex ermöglicht, oder diese aufrechtzuerhalten (Erektile Dysfunktion).

Peniskrebs

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Peniskrebs beginnt an den Hautzellen des Penis und arbeitet sich von dort nach innen. Diese Krebsart kommt nur selten vor. Die Heilungschancen steigen mit jedem Tag, an dem der Krebs früher diagnostiziert und behandelt wird.

Ursachen

Experten wissen nicht genau, was diese Krankheit verursacht.

Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Personen, die bestimmten HPV-Stämmen ausgesetzt sind, mit größerer Wahrscheinlichkeit an Peniskrebs erkranken.

Diese Art von Krebs kommt häufiger bei Männern

  • über 60,
  • bei Rauchern und
  • bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem

vor.

Symptome

Veränderungen der Penishaut sind das häufigste Symptom von Peniskrebs. Sie können sich auf der Vorhaut (unbeschnittener Männer), auf der Penisspitze (der Eichel) oder dem Schaft zeigen.

Warnzeichen der Krankheit können sein:

  • Änderungen in der Dicke oder Farbe der Haut am Penis;
  • ein Knoten;
  • ein Ausschlag oder eine kleine Unebenheit – es kann wie eine nicht verheilte Kruste aussehen;
  • eine Wucherung am Penis, die bläulich-braun aussieht;
  • riechender Ausfluss unter der Vorhaut;
  • eine Wunde am Penis, die eventuell blutet;
  • eine Schwellung am Ende des Penis;
  • Knötchen unter der Haut, in der Leistengegend.

Die meisten Männer mit diesen Symptomen haben keinen Peniskrebs. Stattdessen handelt es sich um eine Infektion oder eine allergische Reaktion. Trotzdem ist es wichtig, ungewöhnliche Symptome am oder in der Nähe Ihres Penis untersuchen zu lassen. Eine frühzeitige Behandlung kann im Ernstfall Leben retten.

Penisvergrößerung

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Kann eine Person den Penis vergrößern?
Die Penisgröße ist eine häufige Quelle der Verunsicherung.
Die meisten Menschen, die Penisvergrößerungsbehandlungen in Betracht ziehen, haben einen normal großen Penis, was bedeutet, dass dieser für sexuelle Aktivitäten und Wasserlassen ausreichend bemessen ist.

Behandlung

Hersteller behaupten, dass Produkte, einschließlich Pillen, Cremes und Stretching-Geräten, die Penisgröße erhöhen können. Manche Menschen ziehen auch eine Operation in Betracht. Im Endeffekt funktioniert fast keine dieser Methoden.

Penisprothese

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Penisimplantate sind Vorrichtungen, die im Penis platziert werden, um Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) eine Erektion zu ermöglichen. Penisimplantate werden in der Regel erst dann empfohlen, wenn sonst keine andere Behandlungsmethode zur Verfügung steht.

Behandlung

Es gibt verschiedene Penisimplantate, jede Art arbeitet anders und hat seine besonderen Vor- und Nachteile.

Die Platzierung von Penisimplantaten erfolgt mit einer Operation.

Bei den meisten Männern kann das Penisimplantat erfolgreich umgangen werden. Wenn aber keine der anderen Behandlungsmethoden greift oder in Ihrem Fall keine der anderen Behandlungen infrage kommt, dann kann ein Implantat in Betracht gezogen werden.

Was Sie wissen müssen

Denken Sie daran, dass Penisimplantate Männern zwar eine Erektion ermöglichen, das sexuelle Verlangen oder Empfinden jedoch nicht steigern. Die meisten Penisimplantate machen Ihren Penis auch nicht größer, als er zum Zeitpunkt der Operation ist.

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