Überblick

Hodenkrebs tritt in den Hoden auf, die sich im Hodensack befinden, einem Hautbeutel unter dem Penis. Die Hoden produzieren männliche Geschlechtshormone und Spermien zur Fortpflanzung. Im Vergleich zu anderen Krebsarten kommt Hodenkrebs eher selten vor. Hodenkrebs ist gut behandelbar, auch wenn sich der Krebs bereits über den Hoden hinaus ausgebreitet hat. Die Art und Form der Behandlung hängt von der Art und dem Stadium des Hodenkarzinoms ab.

Ursachen

Hodenkrebs entsteht, wenn sich gesunde Zellen im Hoden verändern. Gesunde Zellen wachsen und teilen sich auf geordnete Weise, damit Ihr Körper normal arbeitet. Aber manchmal entwickeln einige Zellen Abnormalitäten, wodurch dieses Wachstum außer Kontrolle gerät – die Krebszellen teilen sich weiter, selbst wenn keine neuen Zellen benötigt werden. Die sich ansammelnden Zellen bilden im Hoden eine Masse. Fast alle Hodenkrebserkrankungen beginnen in den Keimzellen – den Zellen in den Hoden, die unreife Spermien produzieren. Was dazu führt, dass Keimzellen anormal werden und sich zu Krebs entwickeln, ist nicht bekannt.

Faktoren, die das Risiko für Hodenkrebs erhöhen können:

  • Lageanonomalie des Hodens (Kryptorchismus): Die Hoden bilden sich während der Entwicklung des Fötus im Bauchbereich und sinken in der Regel vor der Geburt in den Hodensack. Männer, die einen Hoden haben, der sich nie abgesenkt hat, haben ein höheres Risiko für Hodenkrebs als Männer, deren Hoden normal absinken. Das Risiko bleibt hoch, auch wenn der Hoden chirurgisch in den Hodensack verlagert wurde.
  • Klinefelter-Syndrom: Diese abnormale Hodenentwicklung kann das Risiko für Hodenkrebs erhöhen.
  • Familiengeschichte: Wenn Familienmitglieder an Hodenkrebs erkrankt sind, haben Sie möglicherweise ein erhöhtes Risiko.
  • Alter: Hodenkrebs betrifft Jugendliche und jüngere Männer, insbesondere solche zwischen 15 und 35 Jahren. Er kann aber natürlich in jedem Alter auftreten.

Symptome

Anzeichen und Symptome von Hodenkrebs sind:

  • ein Knoten oder eine Vergrößerung in einem der Hoden,
  • Schweregefühl im Hodensack,
  • ein dumpfer Schmerz im Unterleib oder in der Leiste,
  • eine plötzliche Ansammlung von Flüssigkeit im Hodensack,
  • Schmerzen oder Unbehagen im Hoden oder im Hodensack,
  • Vergrößerung oder Empfindlichkeit der Brüste,
  • Rückenschmerzen,
  • Krebs betrifft normalerweise nur einen Hoden.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwellungen oder Knoten in den Hoden oder im Leistenbereich feststellen, insbesondere wenn diese Anzeichen und Symptome länger als zwei Wochen andauern.

Vorbeugende Maßnahmen

Es gibt keine Möglichkeit, Hodenkrebs zu verhindern. Einige Ärzte empfehlen regelmäßige Hoden-Selbstuntersuchungen, um Hodenkrebs im frühesten Stadium zu identifizieren. Aber nicht alle Ärzte sind sich einig. Besprechen Sie die Hodenuntersuchung mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob diese für sie geeignet ist.

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