Gutartige Prostatavergrößerung

(Benigne Prostatahyperplasie)

Viele Jahre haben Sie Ihren Körper in Ihrer Hand. Sie können aktiv viel für sich selbst tun und dem Körper geben, was er braucht. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper in einer Weise, die Sie nicht immer kontrollieren können. Für die meisten Männer ist eine dieser Veränderungen die Vergrößerung der Prostata. Dies gilt als natürlicher Bestandteil des Alterns, kann aber irgendwann zu einer Erkrankung namens „Benigne Prostatahyperplasie“ (BPH) oder gutartige Prostatahyperplasie führen.

Ihre Prostata umgibt einen Teil Ihrer Harnröhre, jene Röhre, die Urin und Samen aus Ihrem Penis herausführt. Wenn Sie unter BPH leiden, ist Ihre Prostata größer als üblich, wodurch die Harnröhre zusammengedrückt wird. Dies kann dazu führen, dass der Urin-Strahl schwach wird und Sie nachts öfter die Toilette aufsuchen müssen. Es kann aber auch zu anderen störenden Harnsymptomen kommen.

BPH ist keine Krebserkrankung, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, Prostatakrebs zu bekommen. Deshalb sind in diesem Fall regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen von noch größerer Bedeutung.

BHP ist eine häufige Erkrankung, vor allem bei älteren Männern, und es gibt eine Vielzahl von Behandlungen dafür wie die Einnahme von Medikamenten, minimalinvasive Therapien und Operationen. Die für Sie beste Behandlungsoption hängt von mehreren Faktoren ab, darunter:

  • die Größe Ihrer Prostata,
  • Ihr Alter,
  • Ihre allgemeine Gesundheit,
  • die Menge an Beschwerden oder Störungen, die Sie erleben.

Wenn Ihre Symptome tolerierbar sind, können Sie sich dafür entscheiden, diese zu akzeptieren und einfach zu überwachen. Bei manchen Männern können die Symptome ohne Behandlung nachlassen.

Bei anderen bedarf es einer Maßnahme:

Medikamentöse Behandlung

Leichte bis mittelschwere Symptome der Prostatavergrößerung werden meist medikamentös behandelt. Die Optionen umfassen:

  • Alpha-Blocker
  • 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren
  • Kombinationstherapie
  • Tadalafil (Cialis)

Transurethrale Resektion der Prostata (TURP)

Dabei wird eine Art beleuchtetes Zielfernrohr in Ihre Harnröhre eingeführt. Der Chirurg entfernt alles außer dem äußeren Teil der Prostata. Die TURP lindert schnell die Symptome und die meisten Männer haben kurz nach dem Eingriff wieder einen stärkeren Harnfluss. Nach der TURP-Behandlung benötigen Sie möglicherweise vorübergehend einen Katheter, um Ihre Blase zu entleeren.

Prostata Arterien Embolisation (PAE)

Die PAE (Prostata-Arterien-Embolisation) ist ein relativ neuartiges Verfahren als Therapie der Benignen Prostatahyperplasie (BPH). Die Methode wurde in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit durch PD Dr. Markus Margreiter (Urologe und Androloge) und Ass.Prof. PD Dr. Florian Wolf (Radiologe) auch in Österreich etabliert und wird seit 2014 als Routine-Eingriff angeboten.

Mehr zu PAE

REZUM™ Wasserdampftherapie

Angetrieben von konvektiver Wasserdampfenergie liefert das RezūmTM-System gezielt und kontrolliert die in Wasserdampf gespeicherte Wärmeenergie in Dosen direkt in den Bereich der Prostata, wobei das obstruktive Gewebe die Symptome der unteren Harnwege (LUTS) als Folge einer gutartigen Prostatahyperplasie verursacht ( BPH).
Jede 9-Sekunden-Behandlung verwendet 0,42 ml erwärmten sterilen Wasserdampf, der sich schnell und gleichmäßig in den Gewebezwischenräumen verteilt. Die Kondensation von Wasserdampf setzt gespeicherte Wärmeenergie frei. Zellmembranen werden denaturiert, wodurch ein sofortiger Zelltod verursacht wird, das Gefäßsystem geschlossen wird und die alpha-adrenergen Nerven innerhalb der Behandlungszone denerviert werden, wodurch Sie eine einheitliche, vorhersehbare Behandlung erhalten.
Im Laufe der Zeit wird dieses abgetragene Gewebe durch die natürliche Heilungsreaktion des Körpers wieder resorbiert, wodurch das Gewebevolumen reduziert wird und die Harnröhre sich öffnen kann, wodurch LUTS entlastet werden.
Das Rezūm-Therapieverfahren bietet Männern mit BPH folgende Vorteile:
• Alternative zu BPH-Medikamenten
• Studien belegen, dass Rezūm die Symptome sicher und effektiv lindert
• Die meisten Patienten bemerken eine Symptomverbesserung innerhalb von zwei Wochen
• Erfordert keine Vollnarkose
• Erhält erektile und Harnfunktionen
• Fähigkeit, innerhalb weniger Tage zu regulären Aktivitäten zurückzukehren
Geeignete Rezūm-Therapie-Patienten sind die folgenden:
• Männer, die für chirurgische BPH-Eingriffe nicht empfänglich sind
• Männer, die keine Vollnarkose haben können
Indikationen
Das Rezūm-System ist indiziert zur Linderung von Symptomen, Behinderungen und zur Verringerung des mit BPH assoziierten Prostatagewebes bei Männern mit:
• Prostata ≥ 30 cm
• Prostata mit Hyperplasie der zentralen Zone und / oder eines Medianlappens
Kontraindikationen
Die Verwendung des Rezūm-Systems ist für folgende Patienten kontraindiziert:
• Für jene mit einem Harnschließmuskelimplantat
• Für jene, die eine Penisprothese haben
Wichtigste Ergebnisse der Wirksamkeit
Die IPSS-Ergebnisse sind in allen Studien konsistent und dauerhaft.
Rezum-Therapie zeigte dauerhafte Ergebnisse nach 4 Jahren mit einer IPSS-Verbesserung
von 10,1 (46,7 %) und Fließgeschwindigkeitsverbesserung von +4,2 ml / sec.

BÖSARTIGE PROSTATAVERÄNDERUNG

(PROSTATAKREBS)

Prostatakrebs betrifft die Prostatadrüse, jene Drüse, die einen Teil der Flüssigkeit im Samen produziert und bei der Urinkontrolle bei Männern eine Rolle spielt. Die Prostata befindet sich unterhalb der Blase und vor dem Rektum. In Österreich ist der Prostatakrebs die häufigste Krebsart bei Männern. Sie kann gut behandelt werden, wenn sie im Frühstadium erkannt wird.

Behandlung

Die Behandlungsmethode unterscheidet zwischen frühem und fortgeschrittenem Prostatakrebs.

  • Prostatakrebs im Frühstadium
    Wenn der Krebs klein und lokalisiert ist, kann er normalerweise noch gut behandelt werden.
  • Fortgeschrittener Prostatakrebs
    Krebs im fortgeschrittenen Stadium ist aggressiver und hat sich im ganzen Körper verbreitet. Hier werden radikalere Behandlungsmethoden verlangt.

Behandlungsempfehlungen hängen vom Einzelfall ab. Gerne beraten und betreuen wir Sie bei Prostatakrebs.

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